Lehrjahresabschluss bei Moritz Fiege

Bochum, im Sep­tem­ber 2016. Erst­ma­lig nutz­ten Azu­bis der Pri­vat­braue­rei MORITZ FIEGE Hop­fen aus eige­nem Anbau: Im eige­nen Hop­fen­gar­ten vor dem MORITZ FIEGE Braue­rei­mu­se­um ern­te­ten die Aus­zu­bil­den­den Flo­ri­an Fritz (21) und Johan Schrö­der (23), zehn Kilo der Hop­fen­sor­ten Tra­di­ti­on und Saphir. Anschlie­ßend brau­ten die ange­hen­den Brau­er und Mäl­zer in der ProBier-​Werkstatt dar­aus 50 Liter Pils nach einer Rezep­tur, die sie selbst ent­wor­fen hat­ten.

Nur weni­ge Qua­drat­me­ter misst der Hop­fen­gar­ten am Brauerei-​Tor. Und doch hat­ten Flo­ri­an Fritz, der­zeit im ers­ten Aus­bil­dungs­jahr, und Johan Schrö­der, Aus­zu­bil­den­der im drit­ten und letz­ten Lehr­jahr, bei der Hopfen­ern­te alle Hän­de voll zu tun. In einer Höhe von vier Metern­schnit­ten sie die Ran­ken ab, zogen sie her­un­ter und pflück­ten am Boden die Dol­den. „In den Dol­den befin­det sich Lupulin, ein pul­ver­för­mi­ger Stoff, der dem Bier das fei­ne, bit­te­re Aro­ma ver­leiht. Nor­ma­ler­wei­se ver­wen­den wir beim Brau­en getrock­ne­te Hop­fen­dol­den, wel­che nach einer Sor­tie­rung in Pel­lets gepresst wer­den. Hier aber brau­en wir mit dem frisch geern­te­ten, so genann­ten „grü­nen“ Hop­fen. Die­ser hat mehr Aro­ma und schmeckt inten­si­ver“, ver­riet Brau­meis­ter Hol­ger Kitt­ler, der bei MORITZ FIEGE auch für die Aus­bil­dung zustän­dig ist. Bei der Ern­te kamen zehn Kilo­gramm Aro­ma­hop­fen zusam­men, bestehend aus den Sor­ten Saphir und Tra­di­ti­on. „Das ist ein rie­si­ger Ertrag“, staun­te Hol­ger Kitt­ler.

Spaß am Brauen wecken

Im Anschluss an die Hopfen­ern­te durf­ten die Azu­bis ihr ganz per­sön­li­ches Pils nach eige­ner Rezep­tur brau­en. Es war das ers­te Mal, dass im Brau­pro­zess bei Moritz Fie­ge mit selbst­ge­ern­te­tem Hop­fen gear­bei­tet wur­de. Hol­ger Kitt­ler: „Auf die­se Wei­se wol­len wir den Azu­bis den Spaß am krea­ti­ven Brau­en ver­mit­teln.“ Für sei­nen Azu­bi Johan Schrö­der ist die Hopfen­ern­te in die­sem Jahr etwas ganz Beson­de­res. „Ich freue mich dar­auf mit dem eige­nen Hop­fen zu brau­en. Schließ­lich bin ich jeden Tag mit der Gieß­kan­ne in den Gar­ten gegan­gen und habe ordent­lich gegos­sen, damit auch was dar­aus wird“, erzähl­te der 23-​Jährige. Es ist üblich, dass die Lehr­lin­ge im drit­ten Jahr für den Hop­fen­gar­ten in der Moritz-​Fiege-​Straße 1 zustän­dig sind. Für die­se Arbeit wer­den sie anschlie­ßend belohnt. Bei der tra­di­tio­nel­len Hop­fen­fahrt im Sep­tem­ber darf Johan Schrö­der den Brauerei-​Inhaber Jür­gen Fie­ge in die Hal­ler­tau, das größ­te zusam­men­hän­gen­de Hopfenanbau-​Gebiet der Welt, beglei­ten.


Titel­bild: Hopfen­ern­te bei der Pri­vat­braue­rei Moritz Fie­ge in Bochum (NW), am Frei­tag (02.09.16). Die Aus­zu­bil­den­den Johann Schrö­der (re.) und Flo­ri­an Fritz nah­men den Hop­fen von der Klet­ter­hil­fe am Gerüst vor dem Fir­men­mu­se­um und ver­wen­de­ten ihn anschlie­ßend für einen Pro­be­sud.

Alle Bil­der © Ste­fan Kuhn /​Pri­vat­braue­rei Moritz Fie­ge


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.moritzfiege.de

Schreibe einen Kommentar