Klosterbrauereien erweisen dem Freistaat und dem Holz ihre Reverenz

Ettal – Die baye­ri­schen Klos­ter­braue­rei­en betei­li­gen sich mit zwei Son­der­ak­tio­nen an den Fei­ern zum 100‐​jährigen Bestehen des Frei­staats Bay­ern und an der Baye­ri­schen Lan­des­aus­stel­lung 2018, die von 3. Mai bis 4. Novem­ber im Klos­ter Ettal statt­fin­det: einer Son­der­edi­ti­on ver­schie­de­ner Bie­re sowie spe­zi­ell im Holz­fass gereif­ter Bie­re und Spi­ri­tuo­sen.

Mit dabei sind die Klos­ter­braue­rei­en Alders­bach (Nie­der­bay­ern) mit einem natur­trü­ben Zwi­ckel­bier, Baum­burg (Ober­bay­ern) mit einem dunk­len Bock, Ettal (Ober­bay­ern) mit einem hel­len Bock, Sche­yern (Ober­bay­ern) mit einem Weiß­bier, Wel­ten­burg (Nie­der­bay­ern) mit einem dunk­len Dop­pel­bock sowie Wei­ße­no­he (Ober­fran­ken) mit einem Mär­z­en. Dar­über hin­aus betei­ligt sich die Klos­ter­braue­rei Kreuz­berg (Unter­fran­ken), die kein Bier in Fla­schen abfüllt, an der Akti­on mit einem Gut­schein.

Für uns ist es eine gro­ße Freu­de, dem Frei­staat zu sei­nem Hun­dert­jäh­ri­gen mit einer sehr pfif­fi­gen Akti­on die Reve­renz zu erwei­sen”, sagt Pater Lukas Wirth aus Sche­yern, der Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins der baye­ri­schen Klos­ter­braue­rei­en. In der Tat: Mit einer gehö­ri­gen Por­ti­on Augen­zwin­kern wei­sen die Klos­ter­braue­rei­en den Frei­staat näm­lich dar­auf hin, dass sie viel älter sind als er.

So hat die Klos­ter­braue­rei Wel­ten­burg, die ältes­te im Bun­de, 868 Jah­re mehr auf dem Buckel. Und folg­lich prangt auf dem Weltenburg‐​Etikett ledig­lich die Zahl 868, ver­bun­den mit dem Hin­weis, dass man baye­ri­sche Stamm­tisch­po­li­tik bereits seit 1050 mit Bier beglei­te.

Vor­ge­stellt wird die­se Son­der­edi­ti­on vor­aus­sicht­lich Anfang Juni von Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder im Rah­men der Baye­ri­schen Lan­des­aus­stel­lung 2018 in Klos­ter Ettal, die unter dem Mot­to „Wald, Gebirg’ und Königs­traum – Mythos Bay­ern” steht. „Das passt sehr gut”, sagt Frei­herr von Are­tin, „weil wir Klos­ter­braue­rei­en mit unse­rer lan­gen Geschich­te zum Mythos Bay­ern einen nicht unwe­sent­li­chen Bei­trag geleis­tet haben.”

Im Herbst keh­ren die Klos­ter­braue­rei­en dann nach Ettal zurück, um sich dort im Rah­men der Lan­des­aus­stel­lung am ers­ten Holzfass‐​Festival (20. und 21. Okto­ber) zu betei­li­gen. Damit hul­digt man dem Wald aus dem Mot­to der Lan­des­aus­stel­lung als Ursprung des Werk­stoffs Holz. Die Klos­ter­braue­rei­en aus Alders­bach, Ettal, Wei­ße­no­he und Wel­ten­burg neh­men dar­an mit spe­zi­el­len Bie­ren, jene aus Baum­burg, Kreuz­berg und Sche­yern mit zum Teil erst­mals destil­lier­ten Spi­ri­tuo­sen teil. Abge­run­det wird die­ses Fes­ti­val durch frän­ki­schen Wein aus dem Holz­fass sowie im Holz­fass gereif­te Destil­la­te.

Titel­bild: (von links) Tho­mas Neis­wirth (Wel­ten­burg), Fer­di­nand Frei­herr von Are­tin (Alders­bach), Chris­ti­an Loth (Ettal), Ange­li­ka Soma­ru­ga (Kreuz­berg), Pater Lukas Wirth (Sche­yern), Leo Resch (Wel­ten­burg), Ulrich Klebl (Kreuz­berg), Andre­as Gob­lirsch und Domi­nik Tap­per (Baum­burg) sowie Urban und Vin­cent Wink­ler (Wei­ße­no­he).


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